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„Eine Vision ist immer eine Vorstellung, wie die Zukunft aussehen könnte, der Entwurf eines attraktiven Zukunftsbildes, das Inspiration gibt. Wer keine Vision hat, der sollte zum Arzt gehen.“  (Michael Schmitz, Professor für Psychologie und Management an der Lauder Business School)

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Anlässlich unserer 30-Jahr-Feier im letzten Schuljahr haben wir uns dazu entschlossen, einen Blick in die Zukunft zu wagen und Ideen für eine Schule der Zukunft zu sammeln. Das SQA-Team, die Lehrerinnen und Lehrer und die Direktion beschäftigen sich bereits seit einem Jahr mit dem Thema „Zukunftsvisionen“. Arbeitsgruppen zu den Unterthemen „RAUM“, „ZEIT“, „THEMEN- UND PROJEKTORIENTIERTER UNTERRICHT“ und „BILDUNG NEU“ sind entstanden. Sie beschäftigen sich mit zukunftsorientierten Ideen, sammeln Bedürfnisse, setzen sich mit Bewährtem und Überholtem auseinander und erfreuen sich am Entwerfen möglicher und unmöglicher Visionen. Ziel jedes Gedankenaustausches und jeder Ideensammlung ist eine Schule, die in Bewegung ist, die sich nicht ausruht, während sich das Rad der Zeit unaufhörlich weiter dreht. Eine Schule, die auf gesellschaftliche Veränderungen gleichermaßen eingeht, wie auf die individuellen Bedürfnisse der eigenen Organisation. Eine Schule, die sehr wohl mit kritischem Blick alle ministeriellen Vorgaben prüft, die aber stets darum bemüht ist, flexibel, gewissenhaft und mit Bedacht Notwendiges zu implementieren.
Paul Watzlawick meint: „Jedes Ding hat drei Seiten. Eine, die du siehst, eine, die ich sehe, und eine, die wir beide nicht sehen.“ In diesem Sinne sind wir also Suchende, die Dinge von verschiedenen Seiten anschauen wollen und die nicht müde werden, unbekannte Seiten entdecken zu wollen. Da eine Schule der Zukunft aber nur entstehen kann, wenn alle Beteiligten in den Ideenfindungs- und Entwicklungsprozess miteinbezogen werden, war es höchst an der Zeit, die Schülerinnen und Schüler diesbezüglich zu befragen. Aus diesem Grund standen die Projekttage 2017 (28. Juni – 30. Juni) im Zeichen der Zukunftsvisionen. Alle Schülerinnen und Schüler setzten sich aktiv und kreativ mit „ihrer Schule der Zukunft“ auseinander. Das gesamte Schulhaus mit all seinen Räumen, Plätzen und Nischen wurde zum Arbeits- und Projektraum. Jede Klasse durfte für ihren Ideenfindungsprozess, für ihre Projektentwicklung, für Organisation und Struktur die Verantwortung selbst übernehmen. Die Ideen der Schülerinnen und Schüler werden nun aufgegriffen und in unsere weitere Planung eingebunden.

2017 06 30 10.06.39 450Wir freuen uns auf innovative Zusammentreffen, auf kreative Gedanken, auf visionäre Plaudereien und ausgefallene Gedankenexperimente. Wir fürchten uns nicht davor, manchmal auf den Boden der Realität zurückkehren zu müssen, Hauptsache, wir bleiben in Bewegung. Und somit müssen wir nicht zum Arzt!

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„Schülerinnen und Schüler sind aktive Gestalter ihres Lernens und Lehrens. Sie möchten sich ausdrücken und eigenaktiv tätig sein.  Kinder und Jugendliche brauchen Gelegenheiten, wo sie zeigen können, was in ihnen steckt. Erfahrungsräume, in denen sie sich selber gestaltend und handelnd tätig erleben können.“ Gerald Hüther, Daniel Hunziger

 

„Der Raum als dritter Pädagoge.“ Loris Malaguzzi

 

„Schule muss jene Kompetenzen vermitteln und fördern, die notwendig sind, Bildungs- und Lernmotivation erfolgreich über die ganze Lebensspanne zu realisieren, und damit letztlich Lifelong Learning vorbereiten und ermöglichen. Das bedeutet insbesondere die Fähigkeit zum selbstregulierten, selbstverantwortlichen Lernen und Arbeiten.“ Christiane Spiel, Bildungspsychologin an der Universität Wien, Bildung 2050 – Die Schule der Zukunft

 

„Charakteristisch für das neue Paradigma ist die Auflösung des Systems aus Klassenzimmern und Erschließungsgängen zugunsten von offenen Grundrissen, die unterschiedliche Lehr- und Lernformen unterstützen.“

Die Presse, Christian Kühn, 2014

 

Eine Schule der Zukunft kann nur entstehen, wenn ALLE Beteiligten in den Ideenfindungs- und Entwicklungsprozess miteinbezogen werden.

Leitgedanke für unsere Projekttage